Julian S.

men

Grösse
184
Brustumfang
94
Taille
80
Hüfte
90

About Julian S.

Ich wollte schon immer modeln, aber mein Gesicht perse nicht für ethisch oder ökologisch nicht vertretbare Marken hergeben. Vor allem in meiner Ernährung und in Bezug auf Kleidung ist mir Nachhaltigkeit sehr wichtig. Aber auch sonst versuche ich unnötigen Konsum zu vermeiden, lieber auf schon gebrauchte Gegenstände zurückzugreifen und einen weitestgehend minimalistischen Lebensstil zu leben.

Interview

„Wir können nicht darauf warten, dass die großen Unternehmen auf Nachhaltigkeit umstellen- wir müssen alle, die es noch nicht sind, boykottieren.“

Julian ist 27 Jahre alt und studiert Philosophie. Seine Freundin modelt bereits. Dadurch hat sich der Wunsch entwickelt, nebenher ebenfalls zu modeln- einziges Kriterium: Es muss eine nachhaltige Modelagentur sein. Deshalb ist Julian bei Fairmodel.


In drei Wörtern, was bedeutet Nachhaltigkeit für dich?

Bewusstsein, Respekt- vollumfänglich- und kommende Generationen. 


In welchem Lebensbereich lebst du Nachhaltigkeit?

Auf jeden Fall im Bereich Konsumverhalten. Allerdings gehe ich hier sehr undogmatisch heran. Ich bin kein Fan von einer „erzwungenen“ Linie. Ausnahmen bestätigen die Regel. Meine eigene Küche ist nachhaltig. Wenn ich aber mal eingeladen bin, dann bin ich niemand, der die Stimmung durch eine große Diskussion darüber zerstören würde, nur, weil eine Zutat verwendet wurde, die ich selbst so nicht kaufen würde.


In welchem Bereich fällt es dir am schwersten nachhaltig zu leben?

Ich muss gestehen, beim Thema „unterwegs sein“. Ich reise sehr gerne. Da ist es nicht immer so leicht, komplett nachhaltig zu sein. Ich versuche, wann immer es mir möglich ist, zum Beispiel meinen CO2-Fußabdruck vom Fliegen zu kompensieren. Das geht beispielsweise mit Atmosfair. Dort kann man die CO2 Belastung ausrechnen, die der jeweilige Flug verursacht hat und bezahlt quasi den „doppelten“ Flugpreis. Nur hier wird das Geld dann in Klimaschutzprojekte gesteckt als Ausgleich, was ist sehr cool finde. Noch besser wäre natürlich eine rein wasserstoffbasierte Flugreise. Ich hoffe, da kommen wir irgendwann noch hin.


Was ist dein Ziel mit dem Fair-Modeln?

Ich möchte die Unternehmen unterstützen, die schon grün sind und den Gedanken weiterverbreiten. Also Bewusstsein schaffen.


Was hast du denn da für ein Outfit an?

Welche Marken sind enthalten?

Mantel: LangerChen

Hose: Feuervogl

Weste: Feuervogl

Schuhe: greenergrass

Maske: greenality

Shirt: Made in freedom

Haargummi: Bridge&Tunnel

Rucksack: Bridge&Tunnel

Was ist das Besondere daran?

Das Outfit ist sehr gediegen und in Naturfarben gehalten- fast schon wie ein Jäger. Ziemlich cool.

Was ist dein Lieblingsteil?

Der Mantel ist mein Favorit bei dem Outfit.


Warum leben noch nicht alle Menschen nachhaltig? Welche Hindernisse siehst du in der Gesellschaft?

Ganz klar: Werbung! Durch die Werbung werden die Menschen so beeinflusst und hin zu diesem extremen Konsum gedrängt.


Und welche Probleme bei den Labels?

Naja, das lässt sich mit Kapitalismus beantworten, beziehungsweise mit Profitorientierung. Hier kann man schon mal ganz klar festhalten: Start-Ups können das revolutionieren. Wir können nämlich nicht einfach darauf warten, dass die großen Unternehmen irgendwann auf nachhaltig umstellen. Wir müssen sie einfach boykottieren bis das passiert.

Es ist schwierig komplett hinter die Kulissen bei so großen Unternehmen zu blicken, aber da kann man sich auch zwei ganz einfache Fragen stellen: 1. Sind sie authentisch? Und 2. Sind sie ein Global Player? Und dann hat man die Frage mit ein bisschen Recherche auch schon beantwortet, ob man dieses Unternehmen nun weiter unterstützen sollte oder nicht. Bei Start-Ups fällt es da schon etwas leichter, detaillierter zu recherchieren, wie nachhaltig das Unternehmen ist.