Miriam J.

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Grösse
176
Brustumfang
80
Taille
62
Hüfte
88

About Miriam J.

Interview

„Wenn Unternehmen nicht nachhaltig sind, ist es schwierig für die Konsument:innen, sich dagegen zu stellen.“

Miriam ist 22 Jahre alt und studiert Kulturwissenschaften, Europäische Ethnologie und Philosophie sowie Tourismusmanagement. Durch ihre bisherigen Shootings für Portfolioerweiterungen wurde auch Fairmodel auf sie aufmerksam und kontaktierte sie. Seitdem ist Miriam ein Fairmodel.


In drei Wörtern, was bedeutet Nachhaltigkeit für dich?

Nachhaltigkeit ist für mich ein „Must-Have“, es bedeutet keinen Verzicht, sondern nachhaltige Alternativen zu finden und „Sharing is Caring“. Das sind für mich die drei Bestandteile, um nachhaltig zu leben.


In welchem Lebensbereich lebst du Nachhaltigkeit?

Ich würde meinen Lebensstil generell als minimalistisch beschreiben. Wenn man einmal aussortiert, merkt man erst, wie viel Ballast man da eigentlich mit sich herumträgt und wie wenig man manchmal braucht, um glücklich zu sein. Ich konsumiere sehr bewusst und reduziert. Kleiner Trick an der Stelle: Man sollte immer einige Zeit warten, bevor man sich etwas Neues kauft. Wenn man es nach einiger Zeit vergessen hat, braucht man es auch nicht. Das hilft mir zum Beispiel.


In welchem Bereich fällt es dir am schwersten nachhaltig zu leben?

Ich würde da ganz klar auf meine Ernährung verweisen. Allerdings würde ich gerne drauf achten, aber die Lebensmittelindustrie macht mir da noch einen Strich durch die Rechnung. Ich habe eine Gluten Unverträglichkeit. Und heutzutage bedeutet leben mit einer Unverträglichkeit leider noch häufig, dass dies eine nahezu komplett nachhaltige Ernährung ausschließt. Vieles ist in Plastik verpackt und bringt mich daher regelmäßig in einen Konflikt zwischen den verschiedenen Ernährungsweisen.


Was ist dein Ziel mit dem Fair-Modeln?

Ich möchte ein Bewusstsein in der Gesellschaft generieren, dass nachhaltiges Leben vorhanden ist und möglich ist. Vielleicht auch etwas Inspiration geben, da es nicht nur einen Weg gibt, sondern unendlich viele Möglichkeiten.


Was hast du denn da für ein Outfit an?

Welche Marken sind enthalten?

Mantel: Susann Voelske

Kleid: Susann Voelske

Tasche 1: Bridge&Tunnel

Tasche 2: Bridge&Tunnel

Schuhe: Hess Natur

Leggings: Privat

Was ist das Besondere daran?

Der Mantel ist schon ein echter Hingucker. Der ist so das Herzstück des Outfits und soo weich! Ich würde ihn am liebsten anbehalten.

Was ist dein Lieblingsteil?

Ich finde die Schuhe ziemlich cool. Die gefallen mir eigentlich am besten vom ganzen Outfit.


Warum leben noch nicht alle Menschen nachhaltig? Welche Hindernisse siehst du in der Gesellschaft?

Der Kapitalismus lässt es momentan nur schwer zu. Die Gesellschaft ist auf immer mehr aus und so eben auch die Industrie. Dieser Konsumgedanke ist in der heutigen Zeit sehr präsent. 

Ich denke auch, dass es vielen schwer fällt, sich aus diesem „Hamsterrad“ zu lösen. Man will dazugehören. Was ja auch verständlich ist, weil das einfach in der menschlichen Natur liegt. Aber das darf nicht über die Nachhaltigkeit gestellt werden. Es sollte vielmehr heißen: nachhaltig leben ist cool und damit „gehört man dazu“.


Und welche Probleme bei den Labels?

Wenn die Unternehmen selbst nicht nachhaltig sind, wie sollen sich dann die Konsument:innen flächendeckend dagegenstellen? Die Politik könnte dies ändern, indem sie durch bessere Rahmenbedingungen oder Subventionen nachhaltige Labels unterstützt. Und das macht mich wütend. Sie tut es nämlich nicht. Das wäre aber der Ansatz, um einige Probleme zu lösen.


Hast du ein Lebensmotto? Wenn ja, welches?

Have less, be more!