Kathrin F.

bestager

Grösse
174
Brustumfang
97
Taille
79
Hüfte
96

About Kathrin F.

1.) Meine Gedanken zu Nachhaltigkeit und wie ich sie lebe 


Mir macht Mode Spaß. Weil sie ausdrücken kann, wie ich mich fühle. Was ich trage wirkt, hat auch Auswirkung auf die eigene Befindlichkeit und kann eine mögliche Veränderung eines Zustandes unterstützen. Kann einen „Ausgleich“ schaffen. 

In einem Pullover, der aus natürlicher weicher Wolle gestrickt wurde, kann ich mich umschmeichelt und geborgen fühlen, der Stoff einer Hose kann so ein Gefühl geben, von schöne Hautberührung, die Bluse kühlt den Kopf. Der schnitt unterstützt meine Körperwahrnehmung. Gutes Design unterstützt die Figur in angenehmer Weise. 

Wirkt gestaltend. So habe ich selbst Einfluss. Wie will ich mich selbst durch Kleidung mitgestalten? Wer will ich sein? Natürlich, ich selbst – je nach Anlass, entscheide ich, was ich von mir zeige. Vielleicht mal eine andere? Ganz klar. Es gibt viele Spielmöglichkeiten, sich kreativ auszudrücken, auch durch Mode. Sie drückt ein Lebensgefühl aus und auch eine Haltung, Zugehörigkeit und Individualität. 

Für mich ist wichtig, dass die Kleidung unter fairen Bedingungen, menschen- und „naturwürdig“ hergestellt wird. So gut das geht. Dass es keine anonyme Massenbilligproduktion ist, die Menschen unter elenden Bedingungen ausbeutet und in Gefahr bringt, nur um den Profit einiger maßlos zu erhöhen. Wir hinterlassen alle Spuren des Konsums. Ich auch. Ich glaube aber, dass wir uns umstellen können, wenn wir uns informieren. Der Erde, der Natur und den Menschen zuliebe, für die wir auch Verantwortung haben. Für die Generationen, die diesen wundersamen schönen Planeten auch noch nach uns lebensfreudig beleben möchten. Dafür gibt es schon viele gute Projekte und die Fair Model Agentur ist auch ein Teil davon. 

Ich denke, das Maß ist wichtig im Konsum. Was brauche ich wirklich? Ich bin auch immer wieder verführt von schönen Dingen. Das Gute ist, dass es zunehmend mehr Alternativen zu Plastik und Chemie gibt. Auch in der Kosmetik. Dass Firmen (wie Wala, Weleda u.v.a.) die Schätze der Natur erforschen, ihre Wirkungsweise in ihre Produkte integrieren und die natürlichen Quellen der Pflanzen wertschätzen und achten, auch in der Medizin, altes Wissen zu achten und anzuwenden macht mir Sinn, da ich glaube, dass „für alles ein Kraut gewachsen ist“. Ich nehme lieber pflanzliche Medikamente und alte Hausmittel statt Chemie, wenn es möglich ist, suche nach Alternativen. 

Ich ernähre mich hauptsächlich mit Bio Produkten und regional, achte darauf wenig Plastik beim Einkaufen zu verwenden. Das ist für mich sehr selbstverständlich geworden seit einigen Jahren. 

Es ist eben auch gesünder und ich fühle mich besser, wenn ich, auf Kleidung bezogen, weiß, ich habe keine versteckte Chemie in meiner Jeans, die in die Haut dringen könnte. Und ich vielleicht ein wenig dazu beitragen kann, dass nicht noch mehr Mikroplastik ins Grundwasser strömt. 

Ich umgebe mich auch mit Menschen, die eine achtsame und wertschätzende Lebenshaltung teilen. 

Es ergibt sich auch ein bestimmter Lifestyle – ist ja klar. Das wird in der Werbung vorgeschlagen, gezeigt. Und das finde ich gut, wenn es sich weiter auszudehnt. Wie wollen wir leben – wie hinterlassen wir die Erde für unsere Kinder? 

Es ist alles sehr komplex, aber ich versuche so gut es geht, darauf zu achten. 

Ich finde es auch toll und längst überfällig, dass immer mehr Individualität im Modeln und in die Werbung kommt. Dass es nicht die perfekten glatten Gesichter sind, die gefragt sind. Niemand ist perfekt und ich denke, wir wollen auch mehr das sehen, was natürlich ist. Menschen, die eine Ausstrahlung haben, ihre Persönlichkeit so wie du und ich. Damit identifizieren wir uns auch. Eben auch ältere Menschen, die sich zeigen mit ihrem gelebten Erfahrungen. 

Wenn sich jemand selbst wohl fühlt, sich annimmt, sich schön fühlt, dann strahlt das aus. Schönheit ist in der eigenen Haltung sich selbst und dem Leben gegenüber, die zum Ausdruck kommt. 

Der Mensch ist schön, wenn man mit der Welt auf eine gute Art verbunden ist. Mit dem eigenen Leben. 

Über die Barbie-Puppenzeit sind wir ja nun wirklich schon lange hinaus. 

Ich bin ja Künstlerin und Trainerin für point zero painting und Kreativität. Da ermutige und unterstütze ich Menschen, sich auf kreative Weise mit sich und dem Leben zu verbinden. Sich selbst in seiner Einzigartigkeit zu erforschen, sich kennen – und schätzen zu lernen. Was ich bin, was ich brauche, worin mein Potential steckt, was ich in die Welt bringen will. 

Dann braucht es nicht so viel Ersatz-konsum. Das hat auch etwas mit bewusstem Umgang und Nachhaltigkeit zu tun. Vielleicht brauche ich dann nicht mehr so viel unnötigen Stuff, sondern kaufe mir vielleicht sogar etwas teurere Produkte, die eine gute Qualität haben und dafür weniger. 


2.) Wieso Fair Model / Model? 


Weil mir Mode Spaß macht, weil mir Neues Freude macht. 

Ich bin gerne mit kreativen Menschen zusammen, Fotografinnen, Stylistinnen, Designer und Visagistinnen. Es macht Freude zu sehen, wie jede in ihrem Bereich etwas Tolles kreieren möchte. Schöpferisch sein und über Grenzen hinauszugehen, Neues gestalten. Dafür stelle ich mich sehr gerne auch zur Verfügung. 

Weil ich die Nachhaltigkeit mit voran bringen möchte, ein Umdenken, eine Bewusstheit, die Möglichkeiten des anderen Konsums. Weil sie bei Fair Model andere Ideen haben, zum Beispiel wie etwas in Szene gesetzt wird, fotografiert wird, wie eine Modenschau wirklich neu und kreativ gestaltet wird. Sie denken über andere Settings nach. Das finde ich großartig – neue Wege zu gestalten. Es ist auch eine andere Atmosphäre, weil sie dort eine andere Haltung haben. 

Außerdem ist Anna total nett und sympathisch 


3.) In welchen Bereichen fällt es mir am schwersten, nachhaltig zu leben? 


Da ich sehr gerne reise, fiel es mir in der Vergangenheit sehr schwer, auf meine Langstreckenflüge in die USA zu verzichten - und das fehlt mir jetzt sehr. Kurze Städtetrips habe ich allerdings selten gemacht. 

Bei Schuhen! Ich finde da ist noch Bedarf. 

Kathrin Franckenberg, Januar 2021