Kiana C.

Grösse
172
Brustumfang
77
Taille
60
Hüfte
88
Schuhgröße
40

About Kiana C.

1.) Wo in deinem Leben spielt Nachhaltigkeit eine Rolle? / 

Hast du ein konkretes Alltagsbeispiel, bei dem du besonders auf Nachhaltigkeit achtest? (Ernährung, Konsumverhalten, Lebenskonzept, etc)


Prinzipiell versuche ich mir ständig die Nachhaltigkeit meiner Aussagen und Handlungen zu vergegenwärtigen. Denn sie können nie rückgängig gemacht werden.

Aber in Bezug auf den Umweltschutz zählt Nachhaltigkeit immer dort, wo man als Konsument zur Nachfrage eines Produkts beiträgt. Deshalb versuche ich mir mein Geld wie einen Stimmzettel vorzustellen, mit dem ich die entsprechende Marke oder Branche “wähle”. Durch Second-Hand-Shopping versuche ich diese Nachfrage, die ich kreiere, teilweise zu vermeiden.

Am meisten Ressourcen sind durch Verzicht gespart, was ich vor allem bei der Ernährung mit tierischen Produkten und Fast Fashion übe. Wenn mir der Verzicht zu schwierig erscheint, versuche ich meinen Konsum im betroffenen Bereich zu vermindern, nach dem Motto “refuse - reduce - reuse - recycle”.

Bei der Körperpflege mache ich beispielsweise “Swaps” gängiger Einwegprodukte wie Seife statt Duschgel oder Menstruationstassen statt Tampons, doch bei speziellen Cremes suche ich Kompromisse wie besonders große Tuben oder Naturkosmetik. Es bereitet mir besonders große Freude Marken zu entdecken, dessen Richtlinien von fairen Arbeitsbedingungen und nachhaltig erworbenen Ressourcen zeugen.

Da man durch seinen persönlichen Verzicht nur so viel erreichen kann, fühle ich auch die Verpflichtung sich als Mensch für unseren einzigartigen Lebensraum einzusetzen. Zum Beispiel solidarisiere ich mich gerne auf Umwelt-Demonstrationen, wie Fridays for Future.

Lange Zeit spielte ich auch mit dem Gedanken Climate Science zu studieren, um in der umweltwissenschaftlichen Forschung aktiv zu werden. Doch während meiner Schulzeit realisierte ich durch welchen Beruf ich noch viel mehr Menschen und sogar Generationen erreichen kann: im Lehramt. Der politische Aufruhr während der Corona-Krise bestätigte meine Vermutung, dass Wissenschaftler:innen leider oft nicht genug zugehört wird. Aufgrund von Nachhaltigkeit habe ich mich also auch für das Studium von Chemie und Geografie auf Lehramt entschlossen. 


2.) Was ist deine Motivation ein Fairmodel zu sein? 


Ich möchte ein Teil von diesem ehrlichen und auch einzigen Weg zur Nachhaltigkeit sein, ein Teil von den Menschen, die sich nicht mehr fragen, ob sondern wie jetzt fair produziert und vermarktet werden kann.

Außerdem ist Inspiration genau das, was man in dieser scheinbar hoffnungslosen Krise braucht. 


3.) Was gibt es allgemein über dich zu erzählen? 


Auch wenn es bis jetzt wahrscheinlich nicht so klingt, verspüre ich vor allem eine sehr große Liebe zur Welt und verbringe viel Zeit damit, vom Leben im Einklang mit Tieren und Pflanzen zu träumen. Das funktioniert besonders gut, wenn meine Hündin Ella und ich wandern gehen oder Yoga machen (den herabschauenden Hund hat sie besonders gut drauf). Außerdem koche ich unglaublich gerne mit und für meine Familie.

Ich hoffe noch so viel von der Welt entdecken und kennenlernen zu dürfen. Das Aufwachsen in einem bilingualen Haushalt hat mir schon gezeigt, wie sehr unterschiedliche Menschen voneinander profitieren können. Trotzdem merke ich tagtäglich, wie viel ich noch lernen kann und freue mich auch eigentlich schon darauf in Zukunft noch ein paar Male so richtig auf die Nase zu fallen :) 


4.) In welchen Bereichen fällt es Dir am schwersten nachhaltig zu leben? 


Am schwersten fällt es mir auf den Besuch meiner Familie in Kanada zu verzichten, der praktisch nur mit dem Flugzeug vorzunehmen ist. Aktuell versuche ich mir selbst den Flug durch möglichst lange Aufenthalte zu rechtfertigen, sodass sich die Emissionen auch “lohnen”. 

Im Alltag beschäftigt mich aber vor allem der bewusste Einkauf von Lebensmitteln und Kleidung. Siegel versprechen Transparenz in Bezug auf Produktverarbeitung, doch oft fühle ich mich überfordert diese dann zu beurteilen und mit dem Preis vereinbar zu machen. 

Somit ergibt sich eine weitere Motivation, Fairmodel zu sein: einen Beitrag zu dieser ganzheitlichen Nachhaltigkeit eines Produkts zu leisten, die man sich selbst wünscht.